was wird neu im Zweiradrallyesport?

Benutzeravatar
Heiko O.
Beiträge: 22
Registriert: Sonntag 21. April 2013, 06:58

was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von Heiko O. » Donnerstag 9. Oktober 2014, 22:11

Ich fange mal ein neues Thema an, damit nicht alles auf dem Rücken der Thüringer Rallye ausgetragen wird.

Beitrag von FB aus F » Mi 8. Okt 2014, 19:37

Bewertungsänderung

Ich bin ja für klare antworten bekannt: Endlich mal eine Idee das alljährliche Winterloch hier zu füllen! Falk
Mir will loos!
FB aus F



Hier möchte ich mich mal Falk's Meinung anschließen.
Bei allem Zahlen hin-und-her jongliere, was ändert sich den am Ergebnis?
Der auf der Strecke die wenigsten Fehlerpunkte sammelt und dazu noch gute WP-Zeiten hat wird Sieger. Ob nun mit 3600 oder 600 Straf-Punkten oder mit 1 Punkt oder 5 Punkten pro sek in der WP.

Wenn die Rallye ein bisschen aufgehübscht werden soll, dann doch vielleicht mit ganz anderen Dingen wie kürzeren Gesamt-Strecken oder weniger Zeit-Druck oder ...

Denn irgendwann gehen die alten Rallye-Hasen mal in Rente und es findet sich kein Nachwuchs der unseren Sport weiter betreiben möchte.

Und genau das sollten wir verhindern, mit , meiner Meinung nach, mehr ins motorradtouristische gehenden Rallyes.

Vielleicht ist das mal ein Ansatz zum diskutieren.

Heiko

Wilfried
Beiträge: 17
Registriert: Donnerstag 25. April 2013, 18:57

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von Wilfried » Freitag 10. Oktober 2014, 11:35

Hallo,
Heiko Du hast grundsätzlich recht.
Aber wie?
Vergleichen wir mal mit der Entwicklung im Veteranen(Oltimer)Sport.
Seit Ende der sechziger Jahre bin ich als Helfer bei Veteranen-veranstaltungen dabei.
Zum Anfang waren das richtige Sportwettbewerbe
-Fahrzeugabnahme mit Bewertung der Orginalität (immer großer Diskussions bedarf)
-sehr kurze Vorbereitung der Strecke (30 Min.)
-schwierige Streckenwahl ich sage nur unbekannte ZKs
-Zeit nach Schnitt selbst errechnen
-anspruchvolle WPs zB Rückwärtsslalom
Im Laufe der Jahre wurde alles aufgeweicht-modern
Heute
-detallierter Streckenplan (keiner guckt rein)
-zig Wegzeichen an jeder Kreuzung (rechts links geradeaus)
-teilweise motorsportlich fragwürdige zT alberne WPs
Teilnehmerzahlen toll!
MC Görlitz schließt bei 120 die Nennliste.
Ist es das was wir wollen?
Diskutieren wir weiter!
Wilfried

Benutzeravatar
uwe
Beiträge: 52
Registriert: Mittwoch 17. April 2013, 17:26
Wohnort: Görlitz

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von uwe » Dienstag 30. Dezember 2014, 16:51

Hallo liebe Zweirad-Rallye-Gemeinde,

bevor das alte Jahr geht, möchte ich auch nochmal was dazu sagen... :)

Ich bin grundsätzlich dafür den Schwierigkeitsgrad drastisch herunterzunehmen!
Was nützt es, wenn nur noch ein paar alte Hasen sich gegenseitig auf die Schultern klopfen - Jeder Neuling aber mit riesen Kopfschmerzen das Weite sucht und nicht wieder gesehen wird.
Deshalb muss die Orientierung einfacher werden, so dass auch ein Einsteiger ab der ersten Veranstaltung :!: Spaß haben kann!

Mein Vorschlag wäre:
  • - Strecke vom Charakter einer selbstgeführten Ausfahrt (wie Muldentalrallye oder DEKRA-Rallye ... wer es kennt),
    - aber anspruchsvolle Wertungsprüfungen mit hohem Spaßfaktor (z.B. Parallel-Prüfungen...),
    - und einzelne WP für die Tageswertungen können auch mal "albern" sein.
In den 90er haben wir das mal so in Görlitz gemacht und hatten dabei oft über 30 Teilnehmer.
Schaut mal in die alten Archive: http://zweirad-rallye.de/archiv/alt_index1.html
Gewonnen haben am Ende trotzdem immer die Gleichen - aber die große Masse der Teilnehmer hatte mehr Spaß.

Die Vertreter der reinen Lehre werden mich jetzt sicher entschieden widersprechen ... aber es gibt dazu meiner Meinung nach keine Alternative - sonst der Zweirad-Rallyesport binnen Kurzem tot! :o

Übrigens das Thema Reglementänderung ist natürlich auch noch nicht vom Tisch.
Reiner hatte einen Vorschlag an die FK-Mitglieder geschickt. Wir wollen uns darüber auf der Burg austauschen, weil da viele von der FK auch anwesend sind.
Ich stehe der ganzen Sache sehr positiv gegenüber - wir sollten die Änderungen noch vorm Start der Saison 2015 in trockenen Tüchern haben.

Ich wünsche allen Leser des Forums einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr.

Uwe

Benutzeravatar
DüsenHeidi
Beiträge: 23
Registriert: Donnerstag 18. April 2013, 21:49
Wohnort: LH von Sachsen

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von DüsenHeidi » Donnerstag 1. Januar 2015, 11:36

Willkommen in neuen Jahr 2015, Euch allen wünsche ich
1 Jahr Gesundheit,
12 erfolgreiche Monate,
52 schöne Wochen,
365 wundervolle Tage,
8.760 angenehme Stunden
und 525.600 glückliche Minuten und immer unfallfreie Fahrt.

@Uwe, danke für Deine Gedanken und neuen Impulse... Es klingt sehr gut :D :D :D

Benutzeravatar
HWO
Beiträge: 112
Registriert: Donnerstag 18. April 2013, 08:49
Wohnort: Marburg
Kontaktdaten:

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von HWO » Donnerstag 1. Januar 2015, 13:33

Hallo Uwe und alle anderen Rallyefreunde ,
auch aus Marburg alles Gute für das neue Jahr!
Bei der letzten Besprechung nach der Suhler Rallye, hatte ich ja vorsichtig versucht, auf diese von dir angesprochenen Umstände hinzuweisen. Da ich mich immer noch als Einsteiger sehe und im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Gelegenheit hatte, fast alle Läufe mitzufahren, kann ich aus meiner Sicht deine Einschätzung bestätigen. Man braucht einen langen Atem, um nicht gleich wieder frustriert aufzugeben.
Daß es sich lohnt und sich der Spaß einstellt, werden die meisten Einsteiger erst gar nicht mehr erfahren.
Daher bin ich da ganz bei dir und wünsche mir auch eine Auflockerung, damit der Zweirradrallyesport eine verdiente Chance bekommt, wenn auch verändert, weiter zu bestehen.

VG Heinrich
...lieber mit Stützrad!

Hans
Beiträge: 6
Registriert: Sonntag 5. Mai 2013, 20:04

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von Hans » Donnerstag 1. Januar 2015, 19:03

Hallo Rallyfreunde!
Auch von mir, dem WP Macher aus GR die herzlichsten Grüße und Wünsche für 2015 .
Lange wurde schon auf eine " abgespeckte " Streckenführung, siehe Uwe hingewiesen,
was aber meist am Veto der " Alten " scheiterte.
Schaue ich mir heute alleine die Zahl der DKs an, da wird einem als Neueinsteiger ja
schwindlig.
Die Entwicklung des Oldtimersports sollte man doch außen vor lassen, ist eine andere Liga.
Spaß an den WPs , bei einer einfachen Streckenführung, sollte doch zu machen sein.
An mir soll es nicht liegen, habe immer versucht den Spaßfaktor hoch zu halten.
Vorschläge werden gerne entgegengenommen.
Wichtig ist es doch erst einmal die Zahl der Teilnehmer zu erhöhen und diese konstant zu halten.
Es müssen ja nicht 120 Fahrzeuge sein, ich glaube mit 30 im Schnitt wären wir auch zufrieden.

VG Hans

Benutzeravatar
Heiko O.
Beiträge: 22
Registriert: Sonntag 21. April 2013, 06:58

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von Heiko O. » Montag 5. Januar 2015, 21:45

Ein gutes neues Jahr Euch allen!

Endlich tut sich wieder was bezüglich der Zukunft des Rallye-Sports.
Meine Meinung steht schon weiter oben, aber zu Uwes Meinung möchte ich noch was hinzufügen,
Der Schwierigkeitsgrad muss niedriger werden, aber nicht unter dem der Muldentalrallye. Vielleicht irgendwo dazwischen?
Die WP's finde ich wie sie sind in Ordnung, die Rallyes sollen doch noch etwas mit Motorsport zu tun haben und nicht zur KlötzschenweitwurfundEntfernungschätzAusfahrt werden.

Jetzt würde ich mich freuen, wenn die Verantwortlichen ihre Meinung dazu äußern. Vielleicht lässt sich dieses Jahr schon etwas umsetzen.

Heiko

Peter aus L
Beiträge: 31
Registriert: Dienstag 14. Mai 2013, 19:38

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von Peter aus L » Mittwoch 7. Januar 2015, 21:45

N'abend,

auch noch am 7. Januar -> alles Gute für den Rest des Jahres!

Zum Thema …
Es fällt mir wirklich nicht leicht, mich von meiner Meinung zu trennen, daß eine Rallye dann eine gute ist wenn die Entscheidung auf der Strecke fällt.

Aber - was bringt es, wenn wir an einer Strategie festhalten, die zu immer geringeren Teilnehmerzahlen und letztendlich ins AUS führt.
Das Denken, die Erwartungen und Wünsche von neuen, zukünftigen Teilnehmer ändern wir definitiv nicht - also müssen wir unser Konzept ändern - um vielleicht ein paar neue zu gewinnen.

Der Beitrag von Uwe hat mir das noch einmal deutlich vor Augen geführt!

Nehmen wir den Faden von Uwe und Heiko auf und stellen wir die Streckenführung generell um -> weg von der bisher selbst herauszufindenden - hin zu einer (mehr oder minder) vorgefertigten.

Was es jedoch nicht werden sollte, wäre eine von einem "Tourguide" geführte Ausfahrt über 200 km mit anschließenden oder dazwischen liegenden Wertungsprüfungen!

Das Prinzip der Muldental-Rallye wäre auch meines Erachtens ein Ansatz - bei ausschließlicher Verwendung von Bordbuchzeichen lassen sich trotzdem sinnvolle DKs einbauen ;)
Charakter und Anzahl der Wertungsprüfungen wären eine andere Sache …

Ich weiß, es redet sich gut, wenn man selbst nicht mehr mitfährt ;)

Bis zum Sonnabend auf der Burg - Grüße von Peter

dega
Beiträge: 4
Registriert: Montag 26. Mai 2014, 15:59

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von dega » Dienstag 13. Januar 2015, 14:17

Hallo zusammen,

auch ich möchte gerne mal meine Meinung dazu abgeben. Wie der ein oder andere weiß bin ich ja über die 1000km zu euch, bzw zur Zweiradrallye gestossen.
Richtige Rallye mit Strecke suchen habe ich noch nicht wirklich viele deshalb sehe ich mich als totaler Einsteiger. Bei meiner ersten Rallye Suhl habe bin ich zwar die Strecke gefahren, aber in Wirklichkeit bin ich hinterher gefahren, weil verstanden habe ich das ganze nicht. Es ist hier wirklich nötig sich im Vorfeld mit der Sache zu befassen um einigermassen damit klar zukommen.
Hier sehe ich das Problem. Jedem dem ich davon erzähle schreckt vor der Streckenfindung zurück. Wertungsprüfung und auch Roadbook (siehe Muldental Rallye) ist schon wieder für den ein oder anderen vorstellbar. Ich schliesse mich selbst da nicht aus. Nach Roadbook fahren kann auch anspruchsvoll sein, besonders wenn die Zeit mit ins Spiel kommt. Auch ist es leicht zu verstehen und ohne große Vorbereitung umzusetzen.
Anspruchsvolle Wertungsprüfung sind doch das Salz in der Suppe. Hier sollte doch der eigentliche Sieger einer Rallye ermittelt werden.

Ich glaube das es durch eine Vereinfachung leichter ist neue Leute für diese Sportart zu begeistern.

Nur mal meine Meinung dazu.

Gruß Dega

Benutzeravatar
der RD-Fahrer
Beiträge: 29
Registriert: Montag 28. April 2014, 23:25
Wohnort: Vaihingen an der Enz

Re: was wird neu im Zweiradrallyesport?

Beitrag von der RD-Fahrer » Sonntag 22. März 2015, 16:12

Ob ich mich zu dem Thema "Was wird neu im Zweiradrallyesport" überhaupt äußern soll, habe mir lange überlegt. Insbesondere vor dem Hintergrund, daß mich die Thematik, obwohl sie mir am Herzen liegt, nicht mehr so ganz direkt betrifft. Auch schätze ich jede Veränderung der Rallyeveranstaltung, egal in welche Richtung, als unsicher in Hinblick auf die Entwicklung der Teilnehmerzahlen ein.

Die Pro- und Kontra-Standpunkte zu der sich abzeichnenden Entwicklungsrichtung, Vereinfachung der Orientierung, größerer Schwerpunkt auf die Wertungs-prüfungen und vor allem das Sicherstellen eines möglichst hohen Spaßfaktors sind weitgehend klar.

In der Diskussion wird immer so selbstverständlich von den "alten Hasen" gesprochen: Ich habe mich mehrfach gefragt, ob die "existierenden alten Hasen" vom Himmel gefallen sind oder vielleicht sogar schon so geboren wurden, weil aus Einsteigern, die Klasse wurde über lange Zeit ausgeschrieben, ja offen-
sichtlich keine "alten Hasen" mehr werden. Zweifellos ist das "Alter Hase werden" mit Mühe und mit zeitweise spaßfreier Überwindung verbunden; das eine oder andere Mal sicher auch mit wenig spaßigen Mißerfolgen. Ein Sachverhalt, der prinzipiell aber für jede anspruchsvolle Sportart gilt.

Und dann gibt es auch noch das Thema Begabung sowie persönliche Stärken und Schwächen: Ein guter Fußballer hat u.U. Schwierigkeiten wenn er sich in der Moto3 probiert, selbst wenn er von Herzen gerne Moto3-Pilot werden würde. Der Moto3-Einsteiger wird bei anhaltenden Schwierigkeiten wieder Fußball spielen, um hinsichtlich Spaß auf seine Kosten zu kommen.

Fazit:

Es ist nicht sinnvoll, Zweiradrallyes auszurichten, die am (Spaß-)Bedarf der Mehrheit vorbeigehen und dadurch zu Veranstaltungen mit inakzeptabel kleiner Teilnehmerzahl werden. Sportfreunde, die an anspruchsvollem Sport mit allem Für und Wider teilnehmen wollen oder können sind momentan nicht in Sicht. Und, um im oben skizzierten Bild zu bleiben, die Fußballer sind von der Moto3 zum Fußballspiel zurückgekehrt.

In sofern ist eine Änderung in Richtung einfacher grundsätzlich in Ordnung.

Konsequent wäre im gleichen Zug aber auch, den Wert der Begriffe RallyeSport und Meisterschaft zu wahren und bei den modifizierten einfachen Rallyes angepaßt zu verwenden. Der Begriff des Meisters ist nach meinem Verständnis immer noch mit Könner, Profi oder auch Spitzensportler belegt. Wollen wir ernsthaft einen Meister im ZweiradrallyeSpaß küren?

Antworten